Inkasso beauftragen: Lohnt sich das überhaupt?

Inkasso beauftragen funktioniert heute genauso einfach, wie eine Bestellung bei Amazon & Co. aufzugeben: Einfach alle relevanten Daten zu Gläubiger, Schuldner und der offenen Forderung über eine Onlinemaske eingeben, abschicken – fertig. Doch lohnt sich die Übergabe offener Posten an einen Inkassodienstleister überhaupt? Oder stimmen die alten Klischees doch? Werden Forderungen in Wirklichkeit nur aufgeblasen, …

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Inkasso beauftragen funktioniert heute genauso einfach, wie eine Bestellung bei Amazon & Co. aufzugeben: Einfach alle relevanten Daten zu Gläubiger, Schuldner und der offenen Forderung über eine Onlinemaske eingeben, abschicken – fertig. Doch lohnt sich die Übergabe offener Posten an einen Inkassodienstleister überhaupt? Oder stimmen die alten Klischees doch? Werden Forderungen in Wirklichkeit nur aufgeblasen, ohne einen Nutzen zu erzielen? Und lässt sich das Forderungsmanagement nicht im Grunde selbst stemmen?

Solche Vorurteile halten sich hartnäckig. Daher nehmen wir sie in unserem neuen Blogbeitrag einmal genauer unter die Lupe und zeigen, was modernes Inkasso heute leistet. Worin liegt der echte Mehrwert im professionellen Forderungsmanagement und warum zögern viele Gläubiger trotzdem, wenn es darum geht, Inkasso zu beauftragen?

Inkasso beauftragen: Eine zielgerichtete Dienstleistung

Ein ganz zentraler Vorteil beim Inkasso beauftragen liegt darin, den zeitintensiven Forderungseinzug schlicht outzusourcen. Damit ist die Thematik nicht nur aus dem betrieblichen Alltag verschwunden, sie liegt auch in den Händen eines spezialisierten Dienstleisters, dessen Hauptgeschäft das Forderungsmanagement ist.

Die Erfahrung zeigt nämlich, dass speziell der Mittelstand sein betriebliches Mahnwesen oft eher stiefmütterlich behandelt. Meist wird eine automatische Zahlungserinnerung verschickt; Zahlungseingangskontrolle und Fristüberwachung finden oft aber gar nicht mehr statt. Erst, wenn die Forderung dann akut von der Verjährung bedroht ist, wird ein vorweihnachtlicher Krisenstab in der Buchhaltung einberufen.

Wer sich in dieser Szenenskizze wiedererkennt, ist nicht allein. In etwa jedem dritten mittelständischen Unternehmen (36%) ist das Forderungsmanagement ein Thema, das als weniger wichtig oder unwichtig empfunden wird. Der Hauptgrund: KMU empfinden Forderungsmanagement als eine ungeliebte Last.

Denn in der Tat lässt sich die Zeit, die für ein aufwändiges und womöglich mehrstufiges betriebliches Mahnwesen verbraucht wird, an anderer Stelle deutlich effizienter nutzen.

Um trotzdem nicht auf offene Posten verzichten zu müssen, oder sie kurz vor knapp gegen die Verjährung abzusichern, lohnt die systematische Übergabe an einen Inkassodienstleister. Denn dort sind Forderungseinzug, Fristüberwachung, Schuldnerkommunikation und das strategische Mahnwesen keine Nebenkriegsschauplätze. Sie sind das Hauptgeschäft und werden mit entsprechendem Fokus vorangetrieben.

Das zeigt sich in den aktuell besten Erfolgsquoten, die es im Inkasso jemals gab. Mehr als 50% aller offenen Posten lassen sich vorgerichtlich geltend machen und an Gläubiger ausbezahlen. In den weiterführenden Stadien – etwa im gerichtlichen Mahnverfahren und in der nachgerichtlichen Zwangsvollstreckung – steigt die Realisierungsquote auf über 80%!

Inkasso beauftragen: Moderation statt Drohkulisse

Ein grundlegender Wandel innerhalb der Inkassobranche lässt sich als Hauptfaktor für die guten Zahlen identifizieren: Moderne Inkassodienstleister setzen auf einen zielgerichteten Schuldnerdialog, statt auf eine Drohkulisse.

Inkasso beauftragen funktioniert damit heute ohne Ressentiments gegenüber einer vermeintlich zwielichtigen Branche. Die Idee, Inkasso also Moderationsdienstleistung zu verstehen und sich um eine Zahlungslösung zu bemühen, die die Lebenssituation eines individuellen Schuldners in den Fokus nimmt, findet seit Jahren immer breiteren Zuspruch bei allen seriösen Dienstleistern.

Schuldnern einen Ausweg aufzuzeigen, statt ihre Existenz zu bedrohen, ist der deutlich aussichtsreichere Weg. Der höfliche aber zielführende Dialog setzt Schuldner nicht unter Druck, sondern nimmt sie an der Hand, um eine realistische Lösung herbeizuführen.

Einen Imageschaden müssen Gläubiger, die auf ein zielführendes Dialoginkasso setzen, damit längst nicht mehr befürchten.

Inkassoauftrag: Kosten & Nutzen

Im Inkasso entstehen immer Kosten: Das professionelle Mahnverfahren verursacht Auslagen und selbstverständlich fallen die gesetzlichen Inkassogebühren an. Diese Positionen stellen aber einen Verzugsschaden dar und müssen vom Schuldner getragen werden. Damit funktioniert Inkasso kostenneutral.

Der Nutzen der Dienstleistung Inkasso ist ungleich höher:

  1. werden betriebliche Ressourcen massiv entlastet, weil Mahnwesen & Forderungsmanagement nicht mehr innerbetriebliche Aufgaben sind,
  2. steigen die Realisierungs- & Auszahlungsquoten, sodass am Ende auch mehr Umsatz generiert wird, und
  3. wird das Verhältnis zu säumigen Kunden nicht überstrapaziert, weil modernes Inkasso den Dialog forciert.

Inkasso beauftragen ist heute nicht der letzte Ausweg, sondern vielmehr ein sinnvoller Baustein im Rahmen eines verantwortungsvollen Forderungsmanagements, das das betriebliche Mahnwesen sinnvoll ergänzt und zielgerichtet weiterführt.

CL Inkasso Redaktion
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